Einmal Sport pro Woche nützt zur Prophylaxe von Schlaganfällen
Boston (Rö). Regelmäßige schweißtreibende Leibesübungen schützen bekanntlich das Herz. Ähnliches gilt offenbar auch für die Prävention des Schlaganfalls. Sich einmal die Woche ordentlich anzustrengen, das erniedrigt das Schlaganfallrisiko um 21 Pro-zent.
Dieses Ergebnis der US-Amerikanischen Physician's Health Study ist jetzt in der Zeitschrift ,,Stroke" veröffentlicht worden (30,1999,1), von Dr. I- Min Lee und seinen Kollegen vom Brigbam and Women's Hospital in Boston mit Kollegen aus anderen Ar-beitsgruppen.
Die Daten von 21 823 US-amerikanischen männlichen Ärzten stammen aus der prospektiven Kohortenstudie über elf Jahre. Die Männer im Alter zwischen 40 und 84 Jahren hatten keinen Herzinfarkt, Schlaganfall, ischämische Attacken oder Krebs gehabt. Bei Studienbeginn berichteten sie darüber, wie oft sie sich schweißtreibend sportlich betätigten.
Während der Beobachtungszeit wurden insgesamt 533 Schlaganfälle registriert. Bei der jetzt veröffentlichten Auswertung der Studiendaten wurde untersucht, ob und wie die Häufigkeit von Schlaganfällen mit der wöchentlichen Rate der schweißtreibenden Übungen korrespondierten.
Wurde die Schlaganfallrate bei den Männern, die ein solches Training weniger als einmal pro Woche absolvierten dabei gleich eins gesetzt, ergab sich für die anderen untersuchten Gruppen mit einer höheren Trainingshäufigkeit eine um 21 Prozent erniedrigte Rate. Eine größere Trainingshäufigkeit pro Woche brachte also keinen zusätzlichen Effekt.
Ärzfe Zeitung 08.03.2000